Gedanken zum Haben und Sein

Zu Hause ist es immer noch am schönsten. Doch wo ist “Zuhause”, wenn man ständig unterwegs ist? “Home is where the heart is” heißt es ja so oft – aber ist das wirklich alles, was wir dabei haben müssen, um dieses besondere Gefühl zu empfinden? Kann man sein Leben einfach so überall hin mitnehmen? Was braucht man wirklich?

In einer Zeit, die so schnelllebig ist, in der so viel Eigeninitiative & Flexibilität erwartet werden, ist es manchmal schwer, sich ein “Zuhause” zu bewahren. Vielleicht ist das Herz dann wirklich der richtige Platz dafür. Das hat man wenigstens immer dabei. Auch wenn es manchmal schwerer und manchmal leichter ist.

Die eine Seite von “Zuhause” ist sicher sehr materiell: Fotos, Briefe, lieb gewonnene Gegenstände, Kleidungsstücke, etc. Zahlreiche Urlaube, Auslandsaufenthalte und Umzüge haben mich gelehrt, dass ich einfach zu viele Sachen habe und man eigentlich gar nicht so viel braucht. Trennen kann ich mich von vielen Dingen aber trotzdem nicht. Warum ist das nur so? Erinnerungen sind doch eigentlich nicht an Gegenstände gebunden.

Ich glaube, zu viel Hab und Gut kann auch belasten. Deswegen bewundere ich immer die Leute, die nur einen Koffer und vielleicht noch ein Matratze besitzen und damit durch die Gegend tingeln, heute hier und morgen dort sind. Einfach so, ohne (materielles) Vermissen und unnötigen Ballast. Mir würde dennoch so einiges fehle, fürchte ich. Auch wenn ich mich grundsätzlich nicht als besonders materiellen Menschen bezeichnen würde. Für mich zählen eher die ganz kleinen Dinge. Aber die sind eben so wichtig und oft einfach viel zu schade zum weg tun.

Und dann sind da noch die Menschen, die Zwischenmenschlichkeiten, die das Leben einfach so liebens- und lebenswert machen. Denn wo wären wir ohne Familie und Freunde, die bedingungslos da sind, in guten und in weniger guten Zeiten? Wohl etwas weniger zu Hause.

Kleiner Nachtrag (11. Februar 2015), den ich dazu gerade im Buch “JourneyMan” von Fabian Sixtus Körner gelesen habe: Das einzige, was auf Dauer zählt, sind die Menschen, die uns begleiten – die guten. Stimmt!

 

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